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Verkauf

Vom eingehenden Auftrag bis zur Rechnung: wie Sie Bestellungen, Zahlungen und Versand im Alltag abwickeln.

KAPITEL 5 Unterkapitel

Bestellungen verwalten

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Der Weg einer Bestellung durchs Backend: Status, Details ansehen, bearbeiten und stornieren.</p><p>Alle Bestellungen finden Sie unter <em>Sales &gt; Orders</em> als Tabelle mit Filter- und Suchfunktion sowie einer frei konfigurierbaren Spaltenauswahl (Zahnrad-Symbol oben rechts). Ein Klick auf eine Zeile öffnet die Detailansicht mit allen Informationen: bestellte Artikel, Kunde, Rechnungs-/Lieferadresse, Zahlungs- und Versandart, sowie eine vollständige Historie aller bisherigen Aktionen zu dieser Bestellung.</p> <h3>Die wichtigsten Bestellstatus</h3> <ul> <li><strong>Pending:</strong> neu eingegangen, noch nicht bearbeitet – bei manchen Zahlungsarten (z. B. Vorkasse) auch der Wartezustand bis zum Zahlungseingang.</li> <li><strong>Processing:</strong> mindestens teilweise abgerechnet oder versendet.</li> <li><strong>Complete:</strong> vollständig abgerechnet und versendet.</li> <li><strong>Canceled:</strong> storniert, bevor etwas abgerechnet wurde.</li> <li><strong>Closed:</strong> vollständig erstattet (nach einer oder mehreren Gutschriften).</li> <li><strong>On Hold:</strong> manuell "eingefroren" (Button <strong>Hold</strong>), z. B. bei Betrugsverdacht – blockiert jede weitere Bearbeitung, bis die Bestellung wieder freigegeben wird (<strong>Unhold</strong>).</li> </ul> <h3>Aktionen in der Detailansicht</h3> <p>Über die Buttons oben rechts stehen je nach aktuellem Status unterschiedliche Aktionen zur Verfügung: <strong>Invoice</strong> (Rechnung erstellen, siehe eigenes Kapitel), <strong>Ship</strong> (Versand anlegen, siehe eigenes Kapitel), <strong>Hold</strong>/<strong>Unhold</strong>, <strong>Cancel</strong> (nur solange noch nichts abgerechnet wurde) und <strong>Edit</strong> – Letzteres storniert im Hintergrund die ursprüngliche Bestellung und öffnet eine neue, vorausgefüllte Bestellung mit denselben Artikeln zur Korrektur (z. B. bei falscher Adresse).</p> <h3>Kommunikation mit dem Kunden</h3> <p>Unter <strong>Notes for this Order</strong> bzw. <strong>Comments History</strong> im unteren Bereich der Detailseite können Sie interne, für den Kunden unsichtbare Notizen hinterlassen oder – über das Häkchen <strong>Notify Customer by Email</strong> – automatisch eine E-Mail mit Ihrer Nachricht an den Kunden auslösen, z. B. bei Rückfragen zur Lieferadresse.</p> <h3>Massenaktionen im Grid</h3> <p>In der Bestellübersicht lassen sich mehrere Zeilen per Häkchen markieren und über das Dropdown <strong>Actions</strong> gemeinsam bearbeiten (z. B. mehrere Bestellungen gleichzeitig als Rechnung erstellen oder als PDF exportieren) – praktisch bei größerem Tagesgeschäft, um nicht jede Bestellung einzeln öffnen zu müssen.</p> <h3>Eigene Bestellstatus anlegen</h3> <p>Unter <em>Stores &gt; Settings &gt; Order Status</em> lassen sich zusätzlich zu den mitgelieferten Status eigene, projektspezifische Bestellstatus anlegen (z. B. "In Kommissionierung" oder "Wartet auf Lieferantenware") und über <strong>Assign Status to State</strong> einem der Grundzustände (State) wie "processing" oder "on hold" zuordnen. So lässt sich der interne Ablauf feiner abbilden, ohne die zugrunde liegenden Magento-States zu verändern, an denen sich z. B. Rechnungs- und Versandlogik orientieren.</p> <h3>Automatische Stornierung unbezahlter Bestellungen</h3> <p>Unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Sales</em> im Bereich <strong>Order Cancellation</strong> lässt sich über das Feld <strong>Unpaid Order Lifetime (minutes)</strong> festlegen, nach wie vielen Minuten eine Bestellung mit ausstehender Online-Zahlung automatisch storniert wird, falls der Kunde den Zahlungsvorgang nie abgeschlossen hat. Das verhindert, dass sich im Grid dauerhaft "hängende" Pending-Bestellungen ansammeln, für die nie eine Zahlung einging.</p> <img loading="lazy"src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/3kategorieschrittschritt1order.png}}" alt="AutomatischeStornierung" /> <h3>Bestellungen drucken, exportieren und erneut aufgeben</h3> <p>Im Bestellgrid steht über den Button <strong>Export</strong> oben rechts ein CSV- oder XML-Export der aktuell gefilterten Ansicht zur Verfügung, praktisch für externe Auswertungen oder die Übergabe an ein Warenwirtschaftssystem. In der einzelnen Bestellung erzeugt <strong>Reorder</strong> (sofern unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Sales &gt; Reorder</em> aktiviert) eine neue, vorausgefüllte Bestell-Anlagemaske mit denselben Artikeln – anders als <strong>Edit</strong> storniert dies aber nicht die ursprüngliche Bestellung, sondern legt zusätzlich eine neue an. Über das Drucker-Symbol bzw. die Actions-Spalte lassen sich einzelne Bestellungen zudem direkt als PDF drucken, ohne den Umweg über Invoices oder Shipments.</p></div>
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Rechnungen erstellen

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Wie Sie zu einer Bestellung eine Rechnung erstellen, teilweise oder vollständig abrechnen und als PDF versenden.</p><p>In der Bestelldetailansicht klicken Sie auf <strong>Invoice</strong>, um eine Rechnung zu erstellen. Auf der folgenden Seite sehen Sie alle Artikel mit Mengenfeldern, den Rechnungsbetrag sowie eine Zusammenfassung der Zahlungsart.</p> <h3>Teil- oder Vollrechnung</h3> <p>Standardmäßig sind alle Mengen zur Abrechnung vorausgefüllt. Möchten Sie nur einen Teil der Bestellung abrechnen (z. B. weil ein Artikel noch nicht lieferbar ist), reduzieren Sie die Menge im entsprechenden Feld auf 0 oder den bereits verfügbaren Wert. Für den Rest lässt sich später eine zweite, separate Rechnung erstellen, sobald der Artikel verfügbar ist – eine Bestellung kann somit mehrere Rechnungen haben.</p> <h3>Versandkosten und Zahlungserfassung</h3> <p>Unter <strong>Shipping Amount</strong> sehen Sie die berechneten Versandkosten, die Sie bei Bedarf manuell anpassen können (z. B. bei einer nachträglich vereinbarten Sonderregelung mit dem Kunden). Ist die Zahlungsart z. B. Kreditkarte oder PayPal, aktivieren Sie <strong>Capture Online</strong>, damit die Zahlung beim Speichern der Rechnung gleichzeitig eingezogen wird (Verfügbarkeit abhängig vom gewählten Zahlungsanbieter-Modul); bei Vorkasse/Vorauskasse ist dagegen meist keine Online-Erfassung nötig, da das Geld bereits vorher eingegangen ist.</p> <h3>Rechnungskommentar</h3> <p>Im Feld <strong>Comment Text</strong> lässt sich der Rechnung ein individueller Hinweistext hinzufügen (z. B. ein Dankeschön oder Hinweise zur Zahlungsfrist), der auf dem PDF-Dokument erscheint. Über das Häkchen <strong>Email Copy of Invoice</strong> wird die Rechnung dem Kunden automatisch als PDF-Anhang zugestellt.</p> <h3>Abschluss und Verwaltung</h3> <p>Mit <strong>Submit Invoice</strong> wird die Rechnung final erstellt und ist danach nicht mehr editierbar. Alle erstellten Rechnungen finden Sie gesammelt unter <em>Sales &gt; Invoices</em> – von dort lassen sie sich einzeln oder per Mehrfachauswahl als PDF herunterladen oder erneut per E-Mail versenden.</p> <h3>PDF-Design der Rechnung anpassen</h3> <p>Unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Sales</em> im Bereich <strong>Invoice and Packing Slip Design</strong> lässt sich ein eigenes Logo für die PDF-Ausgabe hinterlegen (<strong>Logo for PDF Print-outs</strong>, empfohlene Maße ca. 200×50 Pixel) sowie ein separates Logo für die HTML-Druckansicht im Backend (<strong>Logo for HTML Print View</strong>). Dieses Logo erscheint einheitlich auf Rechnungen, Lieferscheinen und Gutschriften und sollte vor dem Live-Start unbedingt getestet werden, da ein zu großes Bild das PDF-Layout verschieben kann.</p> <img Add loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/3kategorie3schirttinvoice.png}}" alt="PDF-Design" /> <h3>E-Mail-Vorlagen für Rechnungen anpassen</h3> <p>Im Bereich <strong>Sales Emails</strong> derselben Konfigurationsseite lässt sich unter <strong>Invoice</strong> festlegen, ob beim Erstellen einer Rechnung überhaupt automatisch eine E-Mail versendet wird, welches Vorlagen-Template (<strong>New Invoice Confirmation Template</strong>) verwendet wird und über <strong>Send Invoice Email Copy To</strong> eine interne Kopie (z. B. an die Buchhaltung) per kommagetrennter Adressliste zusätzlich mitgeschickt wird. Über <strong>Send Email Copy Method</strong> wählen Sie, ob diese Kopie als Bcc oder als separate E-Mail verschickt wird.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/3kategorien2schrittsalesemail.png}}" alt=">E-Mail-Vorlagen" /> <h3>Kommentare und Druckansicht der Rechnung</h3> <p>Über den Reiter <strong>Comments History</strong> in der einzelnen Rechnung lassen sich nachträglich weitere Kommentare hinzufügen, die – ebenfalls über ein Häkchen zur Kundenbenachrichtigung – dem Kunden zugestellt werden können; diese Kommentare erscheinen auch in der Bestellhistorie des Kunden im Frontend unter "Mein Konto". Über den Button <strong>Print</strong> in der Rechnungsansicht wird das PDF direkt aus dem Browser heraus geöffnet, ohne den Umweg über das Rechnungs-Grid.</p></div>
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Gutschriften und Rückerstattungen

Wie Sie bei Retouren oder Reklamationen eine Gutschrift erstellen und den Betrag korrekt erstatten.

Eine Gutschrift (Credit Memo) kann nur zu einer bereits abgerechneten (Invoice) Bestellung erstellt werden – ohne vorherige Rechnung gibt es rein rechnerisch nichts zu erstatten. In der Bestelldetailansicht oder direkt in der Rechnung klicken Sie dafür auf Credit Memo.

Ablauf

  1. Mengen der zurückzuerstattenden Artikel eintragen (bei Teilretouren nur die betroffene Menge auf ungleich 0 lassen, alle anderen auf 0 setzen).
  2. Bei Bedarf Versandkosten unter Refund Shipping anteilig oder vollständig erstatten.
  3. Unter Refund Totals prüfen, ob Adjustment-Felder nötig sind: Adjustment Refund für zusätzliche Erstattungsbeträge (z. B. Kulanz), Adjustment Fee für einzubehaltende Gebühren (z. B. eine Rücksendepauschale).
  4. Mit Refund (bei Online-Zahlungsarten) oder Refund Offline (bei manueller Erstattung, z. B. Überweisung) abschließen.

Online vs. Offline

Refund löst je nach Zahlungsanbieter eine echte Rückbuchung an den Kunden aus – das ist der Standardfall bei Kreditkarten- oder PayPal-Zahlungen, bei denen Magento über eine API-Anbindung direkt mit dem Zahlungsdienstleister kommuniziert. Refund Offline erstellt dagegen nur den Beleg im System, ohne dass Magento selbst Geld bewegt; die eigentliche Rücküberweisung erfolgt dann manuell außerhalb von Magento, z. B. per Banking-Software oder bei Rechnungskauf/Vorkasse.

Lagerbestand bei Retouren

Über das Häkchen Return to Stock pro Artikel legen Sie fest, ob die zurückerstattete Menge automatisch wieder dem Lagerbestand gutgeschrieben wird – sinnvoll bei intakter Ware, nicht sinnvoll bei defekten oder unbrauchbaren Retouren.

Nach Abschluss lässt sich die Gutschrift unter Sales > Credit Memos gesammelt einsehen und als PDF herunterladen; ein zugehöriger Bestellstatus wechselt automatisch auf "Closed" (bei Volltilgung) oder bleibt "Processing" (bei Teilerstattung).

Kommentar und Benachrichtigung bei der Gutschrift

Wie bei der Rechnung steht auch beim Erstellen einer Gutschrift ein Feld Comment Text zur Verfügung, um dem Beleg einen individuellen Hinweis mitzugeben (z. B. den Retourengrund oder eine Erklärung zur Kulanzerstattung). Über das Häkchen Email Copy of Credit Memo wird die fertige Gutschrift dem Kunden automatisch als PDF-Anhang zugestellt – unabhängig davon, ob die eigentliche Erstattung online oder offline erfolgt.

Gutschriften bei mehreren Teilrechnungen

Wurde eine Bestellung in mehreren Teilrechnungen abgerechnet, lässt sich eine Gutschrift gezielt zu einer einzelnen dieser Rechnungen erstellen: Öffnen Sie dazu die betreffende Rechnung unter Sales > Invoices und klicken dort auf Credit Memo. Die zur Auswahl stehenden Mengen und der maximal erstattbare Betrag beziehen sich dann nur auf diese eine Rechnung, nicht auf die gesamte Bestellung – wichtig, um bei komplexeren Bestellungen mit gestaffelter Lieferung nicht versehentlich zu viel zu erstatten.

Sichtbarkeit für den Kunden

Fertige Gutschriften erscheinen für den Kunden im Frontend unter "Mein Konto > Bestellungen" in der jeweiligen Bestellansicht als eigener Reiter Credit Memos und stehen dort ebenfalls als PDF-Download bereit. Der Kunde muss also nicht auf eine E-Mail warten, sondern kann den Beleg jederzeit selbst nachträglich abrufen.

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Versand und Lieferung

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Versandarten konfigurieren, Lieferscheine erstellen und Sendungen mit Tracking-Nummer abschließen.</p><p>Versandarten (z. B. Standardversand, Express, Abholung) konfigurieren Sie unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Shipping Methods</em>. Magento bringt einige feste Methoden mit: <strong>Flat Rate</strong> (fester Betrag pro Bestellung oder Artikel), <strong>Free Shipping</strong> (ab konfigurierbarem Mindestbestellwert), <strong>Table Rates</strong> (Versandkosten-Tabelle nach Gewicht/Preis/Zielland) sowie Anbindungen an Versanddienstleister wie DHL oder UPS, die reale Versandkosten live berechnen.</p> <img Add loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/3kategorie3schrittconfiguration.png}}" alt="Versandartenkonfigurieren" /> <h3>Versandursprung</h3> <p>Unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Shipping Settings</em> hinterlegen Sie die Herkunftsadresse Ihrer Sendungen (<strong>Origin</strong>) – wichtig für korrekte Versandkostenberechnung bei entfernungsabhängigen Methoden und für die Anzeige auf Lieferscheinen.</p> <img Add loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/Origin3kategorie.png}}" alt="Versandursprung" /> <h3>Einen Lieferschein erstellen</h3> <p>In der Bestelldetailansicht klicken Sie auf <strong>Ship</strong>. Auf der folgenden Seite:</p> <ol> <li>Mengen prüfen bzw. bei Teillieferungen (z. B. wenn ein Artikel bereits verfügbar ist, ein anderer noch nicht) anpassen.</li> <li>Unter <strong>Tracking Number</strong> optional Spediteur (aus Dropdown oder "Custom Value") und Sendungsnummer hinterlegen – der Kunde sieht diese dann in seiner Bestellhistorie und in der automatischen Versandbenachrichtigung, häufig direkt als klickbaren Tracking-Link.</li> <li><strong>Email Copy of Shipment</strong> aktivieren, wenn der Kunde automatisch per E-Mail informiert werden soll.</li> <li>Mit <strong>Submit Shipment</strong> abschließen – auch hier ist mehr als ein Lieferschein pro Bestellung möglich, z. B. bei Sendungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten.</li> </ol> <h3>Status und Übersicht</h3> <p>Der fertige Lieferschein ist danach unter <em>Sales &gt; Shipments</em> gesammelt einsehbar und als PDF exportierbar. Erst wenn alle Artikel einer Bestellung sowohl abgerechnet als auch versendet sind, wechselt der Bestellstatus automatisch auf "Complete".</p> <h3>Table Rates im Detail</h3> <p>Die Versandart <strong>Table Rates</strong> unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Shipping Methods &gt; Table Rates</em> berechnet die Versandkosten anhand einer selbst hochgeladenen CSV-Tabelle. Über das Feld <strong>Condition</strong> legen Sie fest, wonach die Tabelle gestaffelt ist – zur Auswahl stehen u. a. Gewicht, Warenkorbwert, Anzahl der Artikel oder Zielgebiet. Die Tabelle selbst laden Sie über <strong>Export CSV</strong> als Vorlage herunter, befüllen sie in Excel/LibreOffice und spielen sie über <strong>Import</strong> wieder ein – eine direkte Bearbeitung der Zeilen im Backend ist nicht vorgesehen.</p> <h3>Mehrere Sendungsnummern und Versandetiketten</h3> <p>Beim Erstellen eines Lieferscheins lässt sich über den Button <strong>Add Tracking Number</strong> mehr als eine Sendungsnummer hinterlegen, z. B. wenn eine Bestellung auf mehrere Pakete verteilt versendet wird. Ist ein Versanddienstleister mit Label-API angebunden (z. B. UPS, FedEx oder USPS – abhängig vom installierten Carrier-Modul), erscheint zusätzlich der Button <strong>Create Shipping Label</strong>, mit dem sich ein Versandetikett direkt erzeugen und über das Shipments-Grid als PDF drucken lässt.</p> <h3>Kostenloser Versand ab Mindestbestellwert</h3> <p>Die mitgelieferte Methode <strong>Free Shipping</strong> lässt sich unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Shipping Methods &gt; Free Shipping</em> über das Feld <strong>Free Shipping Amount Threshold</strong> an einen Mindestbestellwert koppeln, ab dem sie im Checkout angeboten wird. Praxis-Tipp: Kostenloser Versand lässt sich in Magento zusätzlich auch über eine Cart-Preisregel (z. B. gekoppelt an einen Gutscheincode) gewähren – beide Wege sind unabhängig voneinander und sollten bei der Versandkosten-Logik nicht verwechselt werden.</p> <img Add loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/FreeShipping3kategorie.png}}" alt="FreeShipping" /> </div>
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Zahlungsarten konfigurieren

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Welche Zahlungsarten Magento mitbringt und wie Sie sie aktivieren, sortieren und auf Kundengruppen beschränken.</p><p>Zahlungsarten verwalten Sie unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Payment Methods</em>. Magento bringt Basisoptionen wie Vorkasse ("Check / Money Order") und Rechnung (Nachnahme "Cash on Delivery", "Bank Transfer Payment") sowie Erweiterungspunkte für Zahlungsanbieter (z. B. PayPal, Mollie, Braintree) mit, die in der Praxis meist als eigenes, zusätzlich installiertes Modul mit eigenem Konfigurationsbereich daherkommen (in diesem Projekt z. B. Mollie).</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/checkmoneyorder3kategorie.png}}" alt="MoneyOrder" /> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/cachondelivery3kategorie.png}}" alt="CashonDelivery" /> <h3>Pro Zahlungsart einstellbar</h3> <ul> <li><strong>Enabled:</strong> Ein/Aus-Schalter für die gesamte Zahlungsart.</li> <li><strong>Title:</strong> die im Checkout angezeigte Bezeichnung – gut lesbar und eindeutig formulieren, da dies das ist, was der Kunde tatsächlich sieht.</li> <li><strong>Sort Order:</strong> Reihenfolge im Checkout, sofern mehrere Zahlungsarten aktiv sind – die am häufigsten genutzte Zahlungsart sollte oben stehen.</li> <li><strong>Payment from Applicable Countries / Specific Countries:</strong> geografische Einschränkung, z. B. Rechnungskauf nur für Inlandskunden, um das Ausfallrisiko bei internationalen Bestellungen zu begrenzen.</li> <li><strong>Min/Max Order Total:</strong> bei manchen Zahlungsarten verfügbar, um sie nur ab/bis zu einem bestimmten Bestellwert anzubieten (z. B. Rechnungskauf erst ab einer gewissen Vertrauenswürdigkeit/Bestellhöhe zu sperren).</li> <li><strong>New Order Status:</strong> welchen Status eine Bestellung mit dieser Zahlungsart direkt nach Eingang erhält (z. B. "Pending" bei Vorkasse, da erst nach Zahlungseingang weiterbearbeitet wird, oder direkt "Processing" bei sofort bestätigten Zahlungen).</li> </ul> <h3>Nach Kundengruppe einschränken</h3> <p>Eine direkte Einschränkung "nur für Kundengruppe X" bietet die Standard-Konfiguration nicht für jede Zahlungsart nativ; das lässt sich aber in Kombination mit den Ländereinstellungen sowie über spezialisierte Erweiterungen oder individuelle Anpassungen abbilden – etwa Rechnungskauf nur für Kunden mit bereits mindestens einer abgeschlossenen Bestellung.</p> <p><strong>Praxis-Hinweis:</strong> Nach jeder Änderung Cache leeren, damit die Zahlungsarten im Checkout aktualisiert werden. Aktivieren Sie im laufenden Betrieb nur Zahlungsarten, die tatsächlich technisch angebunden und mit einer echten Testbestellung durchgetestet sind – ein Fehlkauf mit einer nicht funktionierenden Zahlungsart kostet Vertrauen und im schlimmsten Fall Umsatz.</p> <h3>Zahlungsaktion: Autorisierung vs. Sofortbuchung</h3> <p>Bei online angebundenen Zahlungsarten (Kreditkarte, PayPal &amp; Co.) findet sich in der jeweiligen Methodenkonfiguration meist ein Feld <strong>Payment Action</strong> mit den Optionen <strong>Authorize Only</strong> (Betrag wird beim Bestelleingang nur reserviert, der tatsächliche Einzug erfolgt erst beim Erstellen der Rechnung) und <strong>Authorize and Capture</strong> (Betrag wird sofort bei Bestelleingang eingezogen). Die erste Variante bietet mehr Flexibilität bei Teillieferungen und späteren Korrekturen, da noch nicht abgerechnete Beträge einfach storniert statt erstattet werden können.</p> <h3>Zusätzliche Felder bei Vorkasse- und Nachnahme-Methoden</h3> <p>Die Methode <strong>Check / Money Order Payment</strong> bietet eigene Felder <strong>Make Check Payable to</strong> und <strong>Send Check to</strong>, in denen Sie hinterlegen, auf wen ein Scheck ausgestellt und an welche Adresse er gesendet werden soll – diese Angaben werden dem Kunden im Checkout und in der Bestellbestätigung angezeigt. Die Methoden <strong>Bank Transfer Payment</strong> und <strong>Cash On Delivery Payment</strong> besitzen stattdessen ein freies Textfeld <strong>Instructions</strong>, in dem Sie z. B. Ihre Bankverbindung oder Hinweise zur Nachnahmegebühr hinterlegen können.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/makecheck3kategorie.png}}" alt=" MoneyOrder" /> <h3>Gespeicherte Zahlungsmittel (Vault)</h3> <p>Unterstützt ein angebundener Zahlungsanbieter Kartenspeicherung, erscheint unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Sales &gt; Payment Methods &gt; Vault Provider</em> ein eigener Konfigurationsblock, über den sich diese Funktion aktivieren (<strong>Active</strong>) und auf bestimmte Länder einschränken lässt (<strong>Payment from Applicable Countries</strong>). Ist Vault aktiv, können wiederkehrende Kunden im Checkout eine zuvor hinterlegte Karte auswählen, ohne die Daten erneut einzugeben – die eigentlichen Kartendaten werden dabei nie in Magento gespeichert, sondern nur ein Token beim Zahlungsanbieter.</p></div>
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