Linux: Anleitungen und Praxiswissen | Seite 15 | mironsoft Blog
Linux
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02.06.2025
MySQL puffert Datenbankseiten bereits im InnoDB Buffer Pool im RAM. Nutzt der Linux-Kernel gleichzeitig seinen eigenen Page Cache fuer dieselben Daten, entsteht Double Buffering: derselbe Speicherinhalt liegt doppelt im Arbeitsspeicher, ohne zusaetzlichen Nutzen. O_DIRECT umgeht den Page Cache gezielt und uebergibt InnoDB die volle Kontrolle ueber das Caching, waehrend Buffered I/O in bestimmten Szenarien trotzdem die pragmatischere Wahl bleibt.
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01.06.2025
Server, die SSH ausschließlich mit Passwort-Login und offenem Root-Zugang betreiben, sind ein bevorzugtes Ziel automatisierter Brute-Force-Angriffe aus dem gesamten Internet. Dieser Artikel zeigt praxisnah, wie Key-basierte Authentifizierung, eine konsequent gehärtete sshd_config, saubere Client-Konfiguration über host-spezifische Einträge und fail2ban als ergänzende Schutzschicht SSH-Zugänge auf produktiven Linux-Servern zuverlässig und dauerhaft absichern, ganz ohne exotische Zusatztools.
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27.05.2025
Auf den meisten aktuellen Linux Distributionen läuft DNS-Auflösung heute standardmäßig über systemd-resolved statt direkt über die im Kernel oder in glibc verankerte Namensauflösung. Für Admins, die zwischen internem VPN-Netz, Docker-Containern und öffentlichem Internet jonglieren, ist das Verständnis dieses Stub-Resolvers keine Kür mehr, sondern Voraussetzung dafür, dass DNS-Auflösung in gemischten Netzwerkumgebungen überhaupt zuverlässig funktioniert.
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27.05.2025
Job Control ist weit mehr als Ctrl-Z und ein schnelles bg danach. Wer versteht, wie Bash Jobs, Prozessgruppen und Signale verwaltet, kann lange Migrationen, Backups und Wartungsarbeiten sicher im Hintergrund laufen lassen, ohne dass eine getrennte SSH-Sitzung den ganzen Fortschritt mit sich reisst.
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23.05.2025
Ohne aktives Traffic Shaping teilt sich jeder Dienst auf einem Server die verfügbare Bandbreite nach dem Prinzip Wer zuerst kommt, überträgt zuerst, was insbesondere bei nächtlichen Backup-Läufen dazu führt, dass produktive HTTP-Antworten spürbar langsamer werden. Linux Traffic Control mit tc und den passenden qdisc-Typen erlaubt es, Bandbreite gezielt pro Dienst, Port oder IP zu begrenzen und Prioritäten sauber durchzusetzen.
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22.05.2025
Neben der Systemzeit, die der Kernel im Arbeitsspeicher fuehrt, besitzt fast jede physische und virtuelle Maschine eine batteriegepufferte Hardware-Uhr, die auch im ausgeschalteten Zustand weiterlaeuft. Wer den Unterschied zwischen System Clock und Hardware-Uhr nicht kennt, wundert sich frueher oder spaeter ueber falsche Boot-Zeitstempel, verschobene Zertifikatspruefungen oder ein Dual-Boot-System, das nach jedem Windows-Start eine andere Uhrzeit anzeigt. Dieser Artikel erklaert, wie hwclock funktioniert, wie die Hardware-Uhr korrekt eingestellt wird und wie sie sich zuverlaessig mit der System Clock synchronisieren laesst.
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21.05.2025
nohup ignoriert das Signal SIGHUP, disown entfernt einen Job nachträglich aus der Job-Tabelle der Shell, und setsid startet eine komplett neue Session ohne kontrollierendes Terminal. Wer den Unterschied kennt, wählt für jeden Hintergrunddienst in einem Deployment-Skript das jeweils passende, robusteste Werkzeug.
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21.05.2025
Ein Backup-Skript, das im Normalfall funktioniert, aber bei vollem Speicherplatz eine unvollständige Archivdatei zurücklässt, die niemand als defekt erkennt, ist schlimmer als gar kein Backup, weil es falsche Sicherheit vorgaukelt. Robuste tar- und gzip-Automatisierung bedeutet, Fehlerfälle genauso sorgfältig zu behandeln wie den Erfolgsfall.
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18.05.2025
Wer Container Ressourcenlimits wie Docker --memory oder Kubernetes resources.limits nur als CLI Flag kennt, versteht selten, was darunter tatsächlich passiert. Beide Mechanismen sind lediglich dünne Wrapper um die cgroups v2 Controller cpu, memory und io, deren direkte Bedienung über systemd deutlich mehr Kontrolle bietet als jedes Container Tool an der Oberfläche zeigt.
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17.05.2025
Standardlogs wie syslog oder journald zeigen nur, was Anwendungen selbst protokollieren, nicht aber wer /etc/passwd verändert oder wie ein Prozess seine Rechte erweitert hat. auditd hakt sich direkt in das Linux Kernel Audit Subsystem ein, protokolliert Syscalls und Dateizugriffe lückenlos und macht Änderungen mit ausearch und aureport forensisch nachvollziehbar, inklusive Regeln für sensible Konfigurationsdateien und Rechteausweitung.