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Hooks: automatische Aktionen bei bestimmten Ereignissen einrichten

Hooks: automatische Aktionen bei bestimmten Ereignissen einrichten

~7 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert am 8. August 2026

Block 4 schließt mit einem Werkzeug, das Claude Code nicht mehr Wissen oder Zugriff gibt (wie MCP im letzten Kapitel), sondern Automatisierung: Hooks lösen bei bestimmten Ereignissen im Ablauf automatisch eine festgelegte Aktion aus - ohne dass du jedes Mal manuell daran denken musst.

Was ein Hook ist

Ein Hook verknüpft ein Ereignis (zum Beispiel: "eine Datei wurde geändert") mit einer Aktion (zum Beispiel: "führe die Tests aus"). Statt Claude Code oder dich selbst jedes Mal daran zu erinnern, nach einer Änderung die Tests laufen zu lassen, übernimmt das ein Hook automatisch - zuverlässig, bei jeder passenden Gelegenheit, ohne dass es vergessen werden kann.

Ein Beispiel für den Rezept-Planer

Im Rezept-Planer bietet sich ein naheliegender Hook an: Nach jeder Änderung an einer Datei im Ordner src/ sollen automatisch die Tests laufen, damit sofort auffällt, wenn eine Änderung etwas Bestehendes kaputtgemacht hat - statt das erst am Ende der Sitzung gesammelt zu bemerken.

Hooks einrichten

Hooks werden projektweise in der Konfigurationsdatei .claude/settings.json hinterlegt. Dort legst du fest, auf welches Ereignis reagiert werden soll und welcher Befehl dann automatisch ausgeführt wird:

rezept-planer/.claude/settings.json
{
  "hooks": {
    "PostToolUse": [
      {
        "matcher": "Edit|Write",
        "hooks": [
          {
            "type": "command",
            "command": "npm test"
          }
        ]
      }
    ]
  }
}

Diese Konfiguration sorgt dafür, dass nach jeder Datei-Änderung durch die Werkzeuge Edit oder Write automatisch npm test ausgeführt wird. Schlägt danach ein Test fehl, fällt das sofort auf - direkt im Anschluss an die Änderung, die den Fehler verursacht hat, statt erst irgendwann später.

Weitere typische Anwendungsfälle

  • Automatisch einen Code-Formatierer laufen lassen, nachdem eine Datei geändert wurde.
  • Vor dem Ausführen eines potenziell riskanten Bash-Befehls eine zusätzliche Protokollzeile schreiben.
  • Am Ende einer Sitzung automatisch eine Erinnerung anzeigen, offene Änderungen zu committen (mehr zu Git in Kapitel 24).

Achtung: Ein Hook läuft automatisch, ohne dass du jedes Mal gezielt zustimmst - das ist der ganze Sinn der Automatisierung, aber auch ihr größtes Risiko. Ein Hook-Befehl, der versehentlich etwas Falsches tut (zum Beispiel eine Datei löscht statt sie nur zu testen), tut das dann bei jeder passenden Gelegenheit, ohne Rückfrage. Teste einen neuen Hook-Befehl deshalb erst manuell im Terminal, bevor du ihn als Hook hinterlegst.

Hooks vs. eigene Slash-Commands

Der Unterschied zu den eigenen Slash-Commands aus Kapitel 17: Ein Slash-Command musst du aktiv aufrufen, ein Hook läuft von selbst, sobald das passende Ereignis eintritt. Beide Werkzeuge automatisieren wiederkehrende Aufgaben - Slash-Commands für Dinge, die du gelegentlich gezielt anstoßen willst, Hooks für Dinge, die wirklich jedes Mal passieren sollen.

Damit ist Block 4 abgeschlossen: Slash-Commands, Skills, Plan-Modus, Subagents, MCP und Hooks. Block 5 wendet sich einem anderen wichtigen Thema zu: wie Claude Code über die Zeit hinweg Kontext behält - innerhalb einer Sitzung und darüber hinaus.