Magento 2 Experten — Hyvä Theme, Tailwind CSS & SEO aus einer Hand ›

Grundlagen des guten Promptens: klare Anweisungen, Kontext, Beispiele

Grundlagen des guten Promptens: klare Anweisungen, Kontext, Beispiele

~7 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert am 8. August 2026

Eine "Anweisung" an Claude nennt man oft einen Prompt. Wie gut die Antwort ausfällt, hängt zu einem großen Teil davon ab, wie gut der Prompt formuliert ist - egal ob in Claude.ai oder in Claude Code. Dieses Kapitel zeigt dir die wichtigsten Prinzipien, die dich in der gesamten restlichen Serie begleiten werden.

Prinzip 1: klare, konkrete Anweisungen

Je konkreter die Anweisung, desto zielgerichteter die Antwort. "Mach das besser" lässt sehr viel Interpretationsspielraum; "Kürze diesen Absatz auf drei Sätze und behalte den förmlichen Ton bei" lässt kaum Zweifel offen. Das gilt für Text genauso wie für Code: "Verbessere die Funktion" ist vage, "Ändere die Funktion berechneSumme so, dass sie auch mit einer leeren Liste umgeht, ohne einen Fehler zu werfen" ist präzise.

Prinzip 2: Kontext geben

Claude kennt weder deine Situation noch deine Vorgeschichte, außer du erzählst sie. Statt "Schreib mir eine E-Mail" liefert "Schreib eine kurze, freundliche E-Mail an einen Kunden, der wegen einer verspäteten Lieferung nachfragt - wir erwarten die Ware in drei Tagen" alle Informationen, die für eine passende Antwort nötig sind. In Claude Code bedeutet Kontext geben oft, relevante Dateien oder Fehlermeldungen zu benennen: "In utils.py wirft die Funktion parse_date bei einem leeren String einen Fehler - hier die genaue Fehlermeldung: ...".

Prinzip 3: konkrete Beispiele nennen

Ein Beispiel sagt oft mehr als eine lange Beschreibung. Willst du zum Beispiel ein bestimmtes Ausgabeformat, zeig es: "Formatiere jedes Ergebnis so: Name - Preis - Bestand, zum Beispiel Apfel - 0,89 € - 42." Das reduziert Rückfragen und Missverständnisse erheblich, weil das gewünschte Ergebnis nicht mehr interpretiert, sondern nur noch nachgeahmt werden muss.

Gute vs. schlechte Prompts im Vergleich

Ein paar Gegenüberstellungen, die das Prinzip greifbar machen:

  • Schlecht: "Fix den Bug." — Besser: "Beim Klick auf den Speichern-Button in der Kontaktseite passiert nichts, es sollte aber eine Erfolgsmeldung erscheinen. Schau dir ContactForm.jsx an."
  • Schlecht: "Mach die Webseite besser." — Besser: "Die Navigation auf Mobilgeräten überlappt mit dem Logo unter 400px Breite. Behebe das, ohne das Layout auf Desktop zu verändern."
  • Schlecht: "Schreib Tests." — Besser: "Schreib Tests für die Funktion validateEmail in validators.js, inklusive Grenzfällen wie leerer String und fehlendes @-Zeichen."

Iterativ arbeiten statt alles auf einmal zu verlangen

Ein Prompt muss nicht beim ersten Versuch perfekt sein. Gerade bei größeren Aufgaben ist es oft effektiver, in kleinen Schritten vorzugehen: erst eine grobe Version verlangen, das Ergebnis anschauen, dann gezielt nachjustieren ("Das sieht gut aus, aber kürze Absatz zwei" oder "Nutze stattdessen dieselbe Fehlerbehandlung wie in der Nachbarfunktion"). Das ist kein Zeichen eines schlechten ersten Prompts, sondern der normale, effiziente Arbeitsablauf.

Tipp: Eine einfache Faustregel: Wenn du einer Kollegin oder einem Kollegen dieselbe Aufgabe per Chat-Nachricht geben würdest, ohne dass Rückfragen nötig wären - dann ist der Prompt wahrscheinlich klar genug. Fehlt dir dabei selbst eine Angabe (z. B. welches Format, welche Datei), fehlt sie wahrscheinlich auch im Prompt an Claude.

Mit diesen Grundlagen im Gepäck geht es im nächsten Block darum, wie Claude Code diese Anweisungen konkret umsetzt: mit welchen Werkzeugen es Code liest, ändert und ausführt - und wie du dabei jederzeit die Kontrolle behältst.