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MCP-Server anbinden: externe Werkzeuge und Datenquellen verbinden

MCP-Server anbinden: externe Werkzeuge und Datenquellen verbinden

~7 Min. Lesezeit Zuletzt aktualisiert am 8. August 2026

Die Werkzeuge aus Block 2 - Read, Grep, Glob, Edit, Write, Bash - decken alles ab, was innerhalb des eigenen Projektordners passiert. Manchmal soll Claude Code aber auch mit etwas außerhalb davon arbeiten: einem externen Dienst, einer Datenbank, einer API. Genau dafür gibt es MCP (Model Context Protocol) - einen offenen Standard, über den sich externe Werkzeuge und Datenquellen als zusätzliche Werkzeuge an Claude Code anbinden lassen.

Was ein MCP-Server ist

Ein MCP-Server ist ein kleines, eigenständiges Programm, das eine bestimmte Fähigkeit oder Datenquelle nach dem MCP-Standard zur Verfügung stellt - zum Beispiel den Zugriff auf ein externes System zur Ticketverwaltung, eine Datenbank oder eine Programmierschnittstelle für Nährwertdaten. Claude Code verbindet sich mit einem solchen Server und bekommt dadurch neue, zusätzliche Werkzeuge zur Verfügung gestellt, genau wie es intern schon Read oder Bash nutzt.

Ein Beispiel für den Rezept-Planer

Angenommen, der Rezept-Planer soll künftig auch grobe Nährwertangaben zu jedem Rezept anzeigen. Ohne MCP müsstest du selbst eine Anbindung an einen entsprechenden Dienst programmieren, bevor Claude Code überhaupt damit arbeiten könnte. Mit einem passenden MCP-Server dagegen kann Claude Code direkt darauf zugreifen, sobald er eingerichtet ist - zum Beispiel um Nährwertdaten für eine Zutat nachzuschlagen und automatisch in ein neues Feld im Rezept einzutragen.

Einen MCP-Server einrichten

Die Einrichtung eines MCP-Servers erfolgt über eine Konfiguration, die Claude Code beim Start des Projekts einliest - typischerweise mit einem Namen für den Server, dem Befehl, mit dem er gestartet wird, und eventuell nötigen Zugangsdaten. Konzeptionell sieht eine solche Konfiguration in etwa so aus (die genauen Details hängen vom jeweiligen Server ab):

rezept-planer/.mcp.json
{
  "mcpServers": {
    "naehrwert-daten": {
      "command": "npx",
      "args": ["-y", "@beispiel/naehrwert-mcp-server"],
      "env": {
        "API_KEY": "dein-api-schluessel"
      }
    }
  }
}

Nach der Einrichtung stehen die vom Server bereitgestellten Werkzeuge automatisch in Claude-Code-Sitzungen im Projekt zur Verfügung, und du kannst sie in normaler Sprache ansprechen: "Schau nach, wie viele Kalorien 100g Linsen ungefähr haben, und trag es beim Rezept ein."

Achtung: Ein MCP-Server läuft mit denselben Rechten wie Claude Code selbst und kann, je nach Art des Servers, Zugriff auf sensible Daten oder externe Dienste bekommen. Binde nur MCP-Server aus vertrauenswürdiger Quelle ein, und behandle darüber hinterlegte Zugangsdaten (API-Schlüssel und ähnliches) genauso vorsichtig wie an jeder anderen Stelle.

Wann sich MCP lohnt

  • Wenn eine Aufgabe regelmäßig Daten aus einem externen System braucht, das nicht Teil des Projektordners ist.
  • Wenn dieselbe externe Anbindung in mehreren Projekten wiederverwendet werden soll.
  • Nicht, wenn eine einmalige, manuelle Recherche genügt - dafür reicht ein normaler Prompt mit den vorhandenen Werkzeugen.

MCP erweitert also, was Claude Code überhaupt kann. Das nächste Kapitel behandelt eine andere Art der Erweiterung: Hooks, mit denen bestimmte Aktionen automatisch bei festgelegten Ereignissen ausgelöst werden.