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Katalog

Alles rund um Produkte, Kategorien, Attribute und Bilder – das Herzstück jedes Magento-Shops.

KAPITEL 7 Unterkapitel

Produkte anlegen und verwalten

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Schritt für Schritt: ein neues Produkt anlegen, Preis, Beschreibung und Bestand festlegen und veröffentlichen.</p><p>Unter <em>Catalog &gt; Products &gt; Add Product</em> starten Sie ein neues Produkt. Das Formular gliedert sich in mehrere Abschnitte/Tabs, die je nach Attributset variieren können. Die wichtigsten Felder im Kopfbereich:</p> <ol> <li><strong>Product Name</strong> und <strong>SKU</strong> (interne, eindeutige Artikelnummer – wird automatisch aus dem Namen abgeleitet, lässt sich aber überschreiben; die SKU sollte nie nachträglich geändert werden, da sie in Bestellungen historisch referenziert wird).</li> <li><strong>Price</strong> und ggf. <strong>Special Price</strong> mit Start-/Enddatum für zeitlich begrenzte Aktionspreise.</li> <li><strong>Quantity</strong> und <strong>Stock Status</strong> – wie viele Stück verfügbar sind und ob das Produkt überhaupt bestellbar ist, auch bei vorhandenem Bestand.</li> <li><strong>Categories</strong> – in welche Kategorie(n) das Produkt einsortiert wird; ein Produkt kann mehreren Kategorien gleichzeitig angehören.</li> <li><strong>Description</strong> und <strong>Short Description</strong> – die lange Beschreibung erscheint auf der Produktseite, die kurze u. a. in Produktlisten und manchmal in Suchergebnis-Snippets.</li> </ol> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie1categorie.png}}" alt="Produkt anlegen" /> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie1catalog2.png}}" alt="Produkt anlegen2" /> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie1kapitelcontent.png}}" alt="Produkt anlegen3" /> <h3>Weitere Tabs im Formular</h3> <ul> <li><strong>Images and Videos:</strong> Produktbilder (siehe eigenes Kapitel).</li> <li><strong>Search Engine Optimization:</strong> URL Key, Meta Title, Meta Keywords, Meta Description.</li> <li><strong>Related Products, Up-Sells, Cross-Sells:</strong> manuelle Produktverknüpfungen für "Das könnte Sie auch interessieren"-Empfehlungen.</li> <li><strong>Customizable Options:</strong> zusätzliche, vom Kunden wählbare Optionen mit optionalem Aufpreis (z. B. Gravur, Geschenkverpackung).</li> <li><strong>Product in Websites:</strong> bei Multi-Website-Setups, welchen Websites das Produkt zugeordnet ist.</li> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/1SchrittKapitel2images.png}}" alt="Images and Videos" /> </ul> <h3>Sichtbarkeit und Status</h3> <p>Rechts oben stellen Sie <strong>Enable Product</strong> und <strong>Visibility</strong> ein (Catalog, Search, beides oder "Not Visible Individually"). Letzteres wird typischerweise für Varianten verwendet, die nur über ihr konfigurierbares Hauptprodukt erreichbar sein sollen, nicht aber einzeln in Katalog oder Suche auftauchen sollen.</p> <h3>Speichern und Sichtbarkeit im Shop</h3> <p>Zum Schluss speichern Sie mit <strong>Save</strong> (oder <strong>Save &amp; New</strong>/<strong>Save &amp; Close</strong> über den Dropdown-Pfeil daneben). Je nach Indexer-Konfiguration (siehe Kapitel "Indexer verstehen") erscheint das Produkt sofort oder erst nach dem nächsten geplanten Reindex-Lauf im Shop.</p> <p><strong>Praxis-Tipp:</strong> Legen Sie bei vielen ähnlichen Produkten zuerst ein "Muster-Produkt" mit allen Feldern korrekt gepflegt an und nutzen Sie danach <strong>Copy</strong> (Button oben rechts im Produktformular), um Dubletten mit denselben Grundeinstellungen schnell zu erzeugen.</p> <h3>Erweiterte Preisgestaltung (Advanced Pricing)</h3> <p>Über den Link <strong>Advanced Pricing</strong> direkt neben dem Feld <strong>Price</strong> öffnet sich ein Dialog mit zusätzlichen Preis-Feldern: <strong>Cost</strong> (interner Einkaufspreis, wird dem Kunden nie angezeigt, aber für Profit-Reports im Backend ausgewertet) und <strong>Tier Price</strong> (Staffelpreise: ab welcher Bestellmenge welcher Kundengruppe welcher reduzierte Preis oder Rabatt in Prozent gilt). Je nach Konfiguration erscheint hier zusätzlich <strong>Minimum Advertised Price (MAP)</strong>, mit dem sich ein regulärer Preis erst im Warenkorb statt schon auf der Produktseite anzeigen lässt.</p> <h3>Gewicht und Steuerklasse</h3> <p>Die Felder <strong>Weight</strong> und <strong>Tax Class</strong> stehen im oberen Formularbereich neben Price und Quantity. Das Gewicht fließt in die Versandkostenberechnung ein (z. B. bei gewichtsbasierten Versandarten) und entfällt automatisch bei virtuellen und Downloadable Products. Die Tax Class bestimmt, welche Steuerregel (siehe Steuerkonfiguration) beim Checkout auf das Produkt angewendet wird – Standardwert ist meist "Taxable Goods".</p> <h3>Neu-Kennzeichnung (Set Product as New)</h3> <p>Mit den Feldern <strong>Set Product as New From</strong> und <strong>Set Product as New To</strong> legen Sie einen Zeitraum fest, in dem das Produkt als "neu" gilt – z. B. für ein "Neu im Sortiment"-Widget auf der Startseite oder ein NEW-Badge im Theme. Ohne gesetztes Enddatum bleibt die Kennzeichnung dauerhaft aktiv.</p> <h3>Design-Tab: individuelles Layout</h3> <p>Im Tab <strong>Design</strong> lässt sich pro Produkt ein abweichendes <strong>Layout</strong> wählen (z. B. eine Version ohne Sidebar), und über <strong>Layout Update XML</strong> können erfahrene Anwender produktspezifische Layout-Anpassungen per XML einfügen, ohne dafür ein eigenes Layout-Modul zu bauen. Diese Option richtet sich an technisch versierte Nutzer und sollte sparsam eingesetzt werden.</p> <img src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie1design.png}}" alt="Design-Tab" /> </div>
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Produkttypen im Überblick

Der Unterschied zwischen einfachem Produkt, konfigurierbarem Produkt, Bundle, Gruppen- und virtuellem Produkt.

Magento kennt mehrere Produkttypen – welchen Sie wählen, hängt davon ab, wie das Produkt im Shop funktionieren soll. Der Typ wird beim Anlegen einmalig festgelegt und lässt sich später nur eingeschränkt ändern, daher lohnt sich die Wahl vorab.

Simple Product

Der Standardfall: ein Artikel, eine SKU, ein Preis, ein Bestand. Für die überwiegende Mehrheit aller Produkte die richtige Wahl – auch als Baustein für die komplexeren Typen unten.

Configurable Product

Ein "Elternprodukt" mit Varianten (z. B. Größe, Farbe), die jeweils eigene, im Hintergrund liegende Simple Products sind. Kunden wählen auf der Produktseite die gewünschte Variante über Dropdowns oder Farb-/Muster-Swatches; erst danach wird die konkrete SKU der Bestellung zugeordnet. Wichtig: Die Varianten-Attribute müssen zuvor als eigene, im Katalog konfigurierbare Attribute angelegt sein (siehe Kapitel "Attribute und Attributsets").

Grouped Product

Mehrere eigenständige Simple Products, die gemeinsam auf EINER Seite mit jeweils eigenem Mengenfeld angezeigt werden – z. B. ein Set aus Einzelteilen, die auch separat kaufbar bleiben. Anders als beim Bundle hat ein Grouped Product selbst keinen eigenen Preis, sondern summiert die gewählten Einzelpreise.

Bundle Product

Ein Produkt, das der Kunde sich aus mehreren Optionsgruppen selbst zusammenstellt (z. B. ein Computer mit wählbarem Prozessor, RAM, Festplatte). Jede Option kann eigene Aufpreise haben, optional oder Pflicht sein, und als Dropdown, Radiobutton, Checkbox oder Mehrfachauswahl dargestellt werden.

Virtual Product

Ein Produkt ganz ohne Versand – z. B. eine Dienstleistung, eine Garantieverlängerung oder ein Beratungstermin. Im Checkout entfallen automatisch alle Versandschritte für diese Position.

Downloadable Product

Ein digitales Produkt mit Datei-Download nach Kauf (z. B. E-Book, Software, Musterdatei). Die Dateien werden im Produktformular unter dem Tab Downloadable Information hochgeladen oder verlinkt, inkl. Download-Limit (wie oft ein Kunde die Datei herunterladen darf).

Praxis-Tipp: Den Produkttyp wählen Sie direkt beim Anlegen unter Add Product über das Dropdown oben rechts, bevor Sie mit dem Ausfüllen beginnen – ein nachträglicher Wechsel des Typs ist nur sehr eingeschränkt möglich und in der Praxis meist nicht empfehlenswert; im Zweifel lieber ein neues Produkt mit dem richtigen Typ anlegen.

Configurable Product: Varianten per Assistent erzeugen

Statt jede Variante einzeln anzulegen, nutzen Sie im Tab Configurations den Button Create Configurations. Der Assistent führt in Schritten durch: zunächst die Auswahl der konfigurierenden Attribute (diese müssen den Scope Global haben und im Attribut selbst als Use to Create Configurable Product auf "Yes" gesetzt sein), dann die Auswahl der gewünschten Werte je Attribut (z. B. welche Farben, welche Größen), und abschließend die Zuweisung von Bildern, Preis und Bestand je erzeugter Variante. Erst nach Abschluss des Assistenten werden im Hintergrund die einzelnen Simple Products angelegt und verknüpft.

Bundle-Produkt: Preislogik und Versand

Beim Bundle bestimmt das Feld Price Type, ob der Endpreis dynamisch aus den gewählten Optionen berechnet wird ("Dynamic") oder unabhängig von der Auswahl ein fester Gesamtpreis gilt ("Fixed"). Das Feld Shipment Type legt fest, ob die enthaltenen Positionen im Checkout und in der Bestellung als eine gemeinsame Zeile ("Together") oder als separate Versandpositionen ("Separately") behandelt werden. Im Tab Bundle Items legen Sie pro Optionsgruppe fest, ob sie Required ist, und pro zugeordnetem Produkt eine Default Quantity sowie optional User Defined Quantity, falls der Kunde die Menge selbst anpassen darf.

Downloadable Product: Samples und Freigabe

Im Tab Downloadable Information gibt es zwei getrennte Bereiche: Samples für kostenlose Hörproben/Leseproben, die jeder Besucher ohne Kauf abrufen kann, und Links für die eigentlichen, kostenpflichtigen Dateien. Bei jedem Link legen Sie Number of Downloads fest (0 = unbegrenzt) sowie Is Shareable, das steuert, ob derselbe Download-Link auch nach einem erneuten Login oder auf einem anderen Gerät desselben Kunden noch funktioniert.

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Kategorien verwalten

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Wie Sie Ihre Kategorie-Baumstruktur planen, neue Kategorien anlegen und Produkte darin einsortieren.</p><p>Kategorien finden Sie unter <em>Catalog &gt; Categories</em> als Baumstruktur links im Bild. Eine neue Kategorie legen Sie an, indem Sie zuerst die gewünschte Elternkategorie im Baum markieren und dann auf <strong>Add Subcategory</strong> klicken (oder <strong>Add Root Category</strong> für eine komplett neue oberste Ebene, z. B. bei mehreren Websites).</p> <h3>Grunddaten (General Information)</h3> <ul> <li><strong>Category Name</strong> und automatisch generierter <strong>URL Key</strong> (unter <em>Search Engine Optimization</em> auch manuell änderbar).</li> <li><strong>Enable Category</strong> und <strong>Include in Menu</strong> – letzteres steuert, ob die Kategorie in der Hauptnavigation erscheint; per FALSE lässt sich eine Kategorie "verstecken", aber trotzdem per Link erreichbar halten.</li> <li><strong>Description</strong>: WYSIWYG-Textfeld, wird je nach Display Mode oberhalb der Produktliste angezeigt.</li> <li><strong>Image</strong>: ein optionales Kategoriebild, z. B. für Bannerdarstellungen im Theme.</li> </ul> <h3>Display Mode</h3> <p>Steuert, was auf der Kategorieseite erscheint: <strong>Products</strong> zeigt nur die zugeordneten Produkte, <strong>Static Block Only</strong> nur einen fest hinterlegten CMS-Block (z. B. für eine reine Themen-/Landingpage ohne Produktliste), <strong>Static Block and Products</strong> zeigt beides übereinander.</p> <h3>Produkte zuordnen</h3> <p>Im Tab <strong>Products in Category</strong> weisen Sie Produkte per Suche und Häkchen der Kategorie zu. In der Spalte <strong>Position</strong> legen Sie die Reihenfolge fest, in der die Produkte standardmäßig erscheinen (kann im Frontend durch Kunden-Sortieroptionen wie "Preis aufsteigend" überschrieben werden).</p> <h3>Design-Tab</h3> <p>Unter dem Tab <strong>Design</strong> lässt sich pro Kategorie ein abweichendes Seiten-Layout wählen (z. B. "Category — Full Width" ohne Sidebar) sowie – bei entsprechend konfigurierten Erweiterungen – eine spezielle Layout-Vorlage auswählen.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittdisplay.png}}" alt="Design-Tab" /> <h3>Kategorie-Baum planen</h3> <p>Eine gut geplante Kategorie-Struktur (nicht zu tief, nicht zu flach – in der Praxis meist 2-3 Ebenen) ist einer der wichtigsten Hebel für Navigation und SEO im ganzen Shop. Jede Kategorie ist potenziell eine eigene, indexierbare Landingpage für ein Suchbegriff-Cluster – überlegen Sie die Struktur daher idealerweise, bevor Sie viele Produkte anlegen, statt sie im Nachhinein aufwendig umzubauen.</p> <h3>Anchor-Kategorien und Layered Navigation</h3> <p>Unter <strong>Display Settings</strong> steuert das Feld <strong>Is Anchor</strong>, ob eine Kategorieseite zusätzlich alle Produkte ihrer Unterkategorien anzeigt und diese in der Filterleiste (Layered Navigation) zusammenfasst, statt nur die direkt zugeordneten Produkte zu listen. Für übergeordnete Kategorien (z. B. "Damenbekleidung" mit Unterkategorien "Hosen", "Jacken") ist "Yes" fast immer die richtige Einstellung, damit Filter wie Größe oder Farbe über die gesamte Warengruppe hinweg funktionieren.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittdisplay.png}}" alt="Anchor-Kategorien" /> <h3>SEO-Feineinstellungen der Kategorie</h3> <p>Im Tab <strong>Search Engine Optimization</strong> pflegen Sie neben dem URL Key auch <strong>Meta Title</strong>, <strong>Meta Keywords</strong> und <strong>Meta Description</strong> speziell für diese Kategorieseite. <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2kapitelseo.png}}" alt="SearchEngine" /> Der Suffix, der an jede Kategorie-URL angehängt wird (z. B. ".html"), lässt sich global unter <em>Stores &gt; Configuration &gt; Catalog &gt; Catalog &gt; Search Engine Optimization &gt; Category URL Suffix</em> festlegen und gilt dann für alle Kategorien gleichermaßen.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittiptimisation.png}}" alt="SearchEngineOptimization" /> <h3>Kategorien verschieben und URL-Weiterleitungen</h3> <p>Kategorien lassen sich im Baum per Drag &amp; Drop an eine andere Position oder unter eine andere Elternkategorie verschieben. Da sich dadurch die URL der Kategorie ändern kann, sollte die Option <em>Stores &gt; Configuration &gt; Catalog &gt; Catalog &gt; Search Engine Optimization &gt; Create Permanent Redirect for URLs if URL Key Changed</em> aktiviert sein – nur dann legt Magento automatisch eine 301-Weiterleitung von der alten auf die neue URL an, statt dass Besucher und Suchmaschinen auf einen 404-Fehler laufen.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittcreaturl.png}}" alt="CreatePermanentRedirect" /> </div>
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Attribute und Attributsets

<div class="prose prose-hyva max-w-none"><p>Wie Produktattribute funktionieren, wie Sie neue Attribute anlegen und zu Attributsets zusammenfassen.</p><p>Attribute sind einzelne Eigenschaften eines Produkts – Farbe, Material, Gewicht, aber auch Name, Preis und Beschreibung sind technisch gesehen Attribute. Neue eigene Attribute legen Sie unter <em>Stores &gt; Attributes &gt; Product &gt; Add New Attribute</em> an.</p> <h3>Wichtige Einstellungen beim Anlegen</h3> <ul> <li><strong>Default Label</strong> und <strong>Attribute Code</strong>: der interne, technische Bezeichner (Attribute Code) lässt sich nach dem ersten Speichern nicht mehr ändern – hier lohnt sich ein kurzer Moment Nachdenken vorab.</li> <li><strong>Catalog Input Type for Store Owner:</strong> Textfeld, Textbereich, Dropdown, Mehrfachauswahl, Ja/Nein, Datum, Preis, Bild u. v. m. – bestimmt, wie das Feld im Produktformular aussieht.</li> <li><strong>Values Required:</strong> ob das Attribut beim Speichern eines Produkts zwingend ausgefüllt sein muss.</li> <li><strong>Scope:</strong> <em>Global</em> (überall identisch), <em>Website</em> oder <em>Store View</em> (pro Sprache unterschiedlich pflegbar – essenziell für übersetzte Namen, Beschreibungen und URL-Keys in mehrsprachigen Shops).</li> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittattribute.png}}" alt="WichtigeEinstellungen" /> </ul> <h3>Storefront Properties</h3> <p>Im zweiten Reiter des Attributformulars steuern Sie die Sichtbarkeit im Shop:</p> <ul> <li><strong>Use in Search:</strong> ob der Wert von der internen Suche durchsucht wird.</li> <li><strong>Visible on Catalog Pages on Storefront:</strong> ob das Attribut auf der Produktseite als Spezifikation angezeigt wird.</li> <li><strong>Use in Layered Navigation:</strong> ob Kunden im Shop nach diesem Attribut filtern können (z. B. Farbe als Filter in der Kategorie-Ansicht) – erfordert zusätzlich, dass der entsprechende Suchindex neu aufgebaut wird.</li> <li><strong>Comparable on Storefront:</strong> ob das Attribut in der Produkt-Vergleichsliste auftaucht.</li> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittstorefront.png}}" alt="Storefront" /> </ul> <h3>Attributsets</h3> <p><strong>Attributsets</strong> (<em>Stores &gt; Attribute Set</em>) fassen mehrere Attribute zu einer wiederverwendbaren Gruppe zusammen – z. B. ein Set "Bekleidung" mit Größe und Material, ein Set "Elektronik" mit Spannung und Gewicht. Innerhalb eines Sets lassen sich Attribute per Drag &amp; Drop in benannte Gruppen (z. B. "Allgemein", "Preise", "Bilder") sortieren, was das spätere Ausfüllen im Produktformular übersichtlicher macht. Beim Anlegen eines neuen Produkts wählen Sie zuerst das passende Attributset, danach stehen genau die dazugehörigen Felder zur Verfügung – nicht mehr und nicht weniger.</p> <p><strong>Praxis-Tipp:</strong> Legen Sie neue Attributsets nicht komplett von Grund auf an, sondern nutzen Sie <strong>Add New Set</strong> mit einem bestehenden Set als <strong>Based On</strong>-Vorlage – spart Zeit bei ähnlichen Produktkategorien.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittnewattrebute.png}}" alt="Attributsets" /> <h3>Erweiterte Attribut-Eigenschaften</h3> <p>Im Bereich <strong>Advanced Attribute Properties</strong> finden sich weitere wichtige Felder: <strong>Unique Value</strong> verhindert, dass derselbe Wert bei mehreren Produkten vorkommt (z. B. sinnvoll für eine EAN/GTIN-Nummer). <strong>Input Validation for Store Owner</strong> erzwingt bei Text-Attributen ein bestimmtes Format (z. B. nur Dezimalzahlen oder eine gültige E-Mail-Adresse). Über <strong>Apply To</strong> schränken Sie ein Attribut auf bestimmte Produkttypen ein, statt es standardmäßig bei allen Typen anzubieten. Bei mehrzeiligen Textfeldern erscheint zusätzlich <strong>Enable WYSIWYG Editor</strong>, um im Produktformular einen formatierten Rich-Text-Editor statt eines reinen Textfelds anzuzeigen.</p> <img loading="lazy" src="{{media url=wysiwyg/handbuch/1kapitel/2kategorie2schrittadvanced.png}}" alt=">ErweiterteAttribut" /> <h3>Dropdown-Werte und Store-View-Labels pflegen</h3> <p>Bei den Eingabetypen "Dropdown" und "Multiple Select" öffnet sich ein Bereich <strong>Manage Options</strong>: Über <strong>Add Option</strong> legen Sie einzelne Werte an, per Drag-Handle bestimmen Sie deren Reihenfolge, und über die Checkbox <strong>Is Default</strong> einen Vorbelegungswert. Wichtig für mehrsprachige Shops: Jede Option hat neben dem Admin-Label eine eigene Spalte pro Store View – so lässt sich z. B. der Wert "Rot" für die englische Store View als "Red" hinterlegen, ohne den technischen Attributwert selbst zu ändern.</p> <h3>Suchgewichtung und Position in der Filterleiste</h3> <p>Ist <strong>Use in Search</strong> aktiviert, erscheint zusätzlich das Feld <strong>Search Weight</strong> (Werteskala 1–10): Je höher der Wert, desto stärker fließt ein Treffer in diesem Attribut in die Relevanz-Sortierung der internen Suche (Elasticsearch/OpenSearch) ein – nützlich, um z. B. Treffer im Produktnamen höher zu gewichten als Treffer in einem Langtext-Attribut. Das Feld <strong>Position</strong> bestimmt unabhängig davon, an welcher Stelle das Attribut in der Layered-Navigation-Filterleiste im Vergleich zu anderen Filtern erscheint.</p> <h3>Attributsets: Gruppen verwalten</h3> <p>Innerhalb eines Attributsets lassen sich über <strong>Add New</strong> eigene Gruppen anlegen (z. B. "Technische Daten"), per Doppelklick umbenennen und per Drag &amp; Drop mit Attributen befüllen. Noch nicht zugeordnete, aber im Set enthaltene Attribute landen im Bereich <strong>Unassigned Attributes</strong> am unteren Rand. Löschen Sie eine Gruppe, gehen die darin enthaltenen Attribute nicht verloren, sondern wandern automatisch wieder in diesen Unassigned-Bereich.</p></div>
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Produktbilder und Medien

Bilder hochladen, Rollen zuweisen (Basis-, Klein-, Vorschaubild) und die Bild-Reihenfolge festlegen.

Im Produktformular finden Sie den Tab Images and Videos. Dort laden Sie per Drag & Drop ein oder mehrere Bilder hoch, oder klicken auf den Upload-Button, um Dateien über den klassischen Dateidialog auszuwählen. Unterstützt werden die gängigen Formate JPEG, PNG und WEBP.

Bildrollen

  • Base Image: das Hauptbild auf der Produktdetailseite.
  • Small Image: wird in Produktlisten und Suchergebnissen verwendet.
  • Thumbnail: kleine Vorschau, z. B. im Warenkorb oder in Empfehlungs-Widgets.
  • Swatch Image: nur bei konfigurierbaren Produkten mit visuellen Attributen (z. B. Farbmuster) relevant, wird als kleines Auswahl-Icon neben dem Attributnamen angezeigt.

Eine Bilddatei kann gleichzeitig mehrere dieser Rollen übernehmen (üblich: dasselbe Bild als Base, Small UND Thumbnail).

Alt-Text und Reihenfolge

Klicken Sie auf ein hochgeladenes Bild, um ihm die gewünschten Rollen zuzuweisen sowie einen Alt-Text zu hinterlegen – Pflicht für Barrierefreiheit (Screenreader) und ein relevanter Faktor für die Bilder-Suche bei Google. Über Drag & Drop in der Bildübersicht bestimmen Sie zusätzlich die Reihenfolge, in der die Bilder auf der Produktseite erscheinen; das erste Bild in der Liste wird automatisch zum Standard-Vorschaubild.

Videos einbinden

Über Add Video im selben Tab lässt sich ein YouTube- oder Vimeo-Video als zusätzliches Medienelement einbinden, das dann zwischen den Produktbildern in der Galerie erscheint.

Bildgrößen und Performance

Laden Sie Bilder nach Möglichkeit bereits in einer sinnvollen Auflösung hoch (üblich: 1500–2000px an der langen Kante für das Hauptbild) – Magento generiert daraus automatisch die verschiedenen benötigten Zwischengrößen, aber ein unnötig übergroßes Ausgangsbild verlangsamt sowohl den Upload als auch spätere Static-Content-Deployments.

Praxis-Tipp: Für mehrere Produkte mit identischen Bildern (z. B. Varianten) lassen sich Bilder über den Product Import (siehe Kapitel "Produktimport und -export") mit fixen Dateinamen effizient in Serie hochladen, statt jedes Bild einzeln im Backend zuzuordnen.

Platzhalter-Bilder konfigurieren

Fehlt bei einem Produkt ein Bild, zeigt Magento standardmäßig ein generisches Platzhalterbild. Unter Stores > Configuration > Catalog > Catalog > Product Image Placeholders hinterlegen Sie stattdessen ein eigenes, zum Theme passendes Platzhalterbild – separat je Bildtyp (Base, Small, Thumbnail, Swatch usw.), sodass auch unvollständig gepflegte Produkte einheitlich aussehen.

Einzelne Bilder ausblenden

Beim Überfahren eines hochgeladenen Bilds mit der Maus erscheint neben den Rollen-Checkboxen auch die Option Hide from Product Page. Damit bleibt das Bild in der Mediengalerie des Produkts gespeichert (z. B. weiterhin als Swatch-Bild nutzbar), wird aber nicht in der normalen Bildergalerie auf der Produktdetailseite angezeigt.

Store-View-spezifische Bilder

Über den Store-View-Umschalter oben links im Produktformular lässt sich der Tab Images and Videos auch pro Store View bearbeiten. So können Sie z. B. für die englischsprachige Store View ein abweichendes Hauptbild (etwa mit englischsprachiger Verpackungsbeschriftung) hinterlegen, ohne das Standardbild für alle anderen Store Views zu verändern.

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Lagerbestand und Verfügbarkeit

Bestand pflegen, Verfügbarkeit steuern und die Grundlagen von Multi Source Inventory (MSI) verstehen.

Die Bestandsverwaltung finden Sie im Produktformular unter Quantity im oberen Bereich sowie im Detail unter Advanced Inventory (Link direkt neben dem Qty-Feld).

Die wichtigsten Werte im Hauptformular

  • Qty: die aktuell verfügbare Stückzahl.
  • Stock Status: "In Stock" oder "Out of Stock" – kann den Bestand übersteuern, z. B. um ein Produkt trotz Restmenge vorübergehend zu sperren.

Advanced Inventory im Detail

  • Minimum/Maximum Qty Allowed in Shopping Cart: Mindest- bzw. Höchstbestellmenge pro Bestellung.
  • Qty Uses Decimals: aktivieren, wenn in Teilmengen verkauft wird (z. B. Meterware, Gewicht).
  • Backorders: ob Kunden auch bei Bestand 0 noch bestellen können ("No Backorders", "Allow Qty Below 0" mit oder ohne Kundenbenachrichtigung).
  • Notify for Quantity Below: ab welchem Bestand das Produkt im "Low Stock"-Bericht (siehe Kapitel "Produktberichte") und auf dem Dashboard erscheint.
  • Enable Qty Increments: zwingt Kunden dazu, nur in festen Schritten zu bestellen (z. B. immer im Sechserpack).

Multi Source Inventory (MSI)

Seit Magento 2.3 gibt es Multi Source Inventory, verwaltet unter Stores > Inventory:

  • Sources repräsentieren physische Lagerorte (z. B. Hauptlager, Retourenlager, Ladengeschäft) mit eigener Adresse – relevant für Versandkostenberechnung und Lieferzeit-Anzeige.
  • Stocks bündeln eine oder mehrere Sources zu einer logischen Einheit und werden wiederum bestimmten Websites zugeordnet – ein Produkt "gehört" nie direkt zu einer Source, sondern sein Bestand wird pro Source gepflegt und pro Stock aufsummiert.

Der im Frontend angezeigte Gesamtbestand eines Produkts ist die Summe über alle Sources, die zum zugeordneten Stock der aktuellen Website gehören. Für einen einzelnen Shop mit nur einem Lager reicht die von Magento mitgelieferte Standard-Quelle "Default Source" völlig aus, ohne dass Sie sich mit MSI im Detail beschäftigen müssen.

Manage Stock und Out-of-Stock-Schwellenwert

In den Advanced Inventory-Einstellungen bestimmt Manage Stock, ob Magento den Bestand für dieses Produkt überhaupt verfolgt: bei "No" gilt das Produkt unabhängig von der Qty immer als bestellbar – praktisch z. B. bei Dienstleistungen oder Produkten ohne echte Mengenbegrenzung. Das Feld Qty for Item's Status to Become Out of Stock legt fest, ab welcher (auch negativen) Menge ein Produkt automatisch als "Out of Stock" gilt, unabhängig vom manuell gesetzten Stock Status. Globale Vorgabewerte für diese Felder pflegen Sie unter Stores > Configuration > Catalog > Inventory > Product Stock Options.

Sources im Detail anlegen

Unter Stores > Inventory > Sources > Add New Source legen Sie eine neue Quelle an mit Source Name, einem internen Source Code, dem Schalter Enable Source sowie vollständigen Adressdaten (Country, State/Province, City, Postcode, Street). Werden Latitude und Longitude gepflegt, kann der distanzbasierte Source-Selection-Algorithmus die nächstgelegene Quelle zur Lieferadresse bevorzugt bedienen.

Stocks: Sales Channels und Quellen-Priorität

Unter Stores > Inventory > Stocks > Add New Stock vergeben Sie zunächst einen Stock Name, weisen im Tab Sales Channels die zugehörige(n) Website(s) zu und ordnen im Tab Sources eine oder mehrere Sources mit jeweils eigener Priority zu – bei Priority 1 wird zuerst aus dieser Quelle bedient, erst bei deren Erschöpfung greift die nächste. Welcher Algorithmus dabei zur Anwendung kommt (z. B. reine Prioritätsreihenfolge oder Distanz), stellen Sie unter Stores > Configuration > Catalog > Inventory > Source Selection Algorithms ein.

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Produktimport und -export

Wie Sie viele Produkte auf einmal per CSV importieren oder exportieren, statt jedes einzeln anzulegen.

Für größere Produktmengen ist das manuelle Anlegen unpraktisch – Magento bringt dafür ein CSV-basiertes Import/Export-Werkzeug unter System > Import bzw. System > Export mit.

Export als Startpunkt

Am einfachsten beginnen Sie mit einem Export: System > Export, Entity Type "Products" wählen, optional per Entity Attributes-Filter (z. B. nur eine bestimmte Kategorie oder ein Attributset) eingrenzen, dann Continue klicken. Die heruntergeladene CSV-Datei zeigt Ihnen exakt die Spaltenstruktur, die Magento erwartet – ideal als Vorlage für einen eigenen Import, statt die Struktur auswendig nachzubauen.

Import durchführen

  1. Unter System > Import Entity Type "Products" wählen.
  2. Import Behavior festlegen: "Add/Update" (Standard – neue Zeilen anlegen, bestehende per SKU aktualisieren), "Replace" (bestehende Produkte komplett ersetzen) oder "Delete" (Produkte anhand SKU löschen).
  3. Die vorbereitete CSV-Datei hochladen; bei Bildern zusätzlich den Ordnerpfad unter Images File Directory angeben.
  4. Check Data klicken – Magento prüft die Datei zeilenweise und zeigt Fehler/Warnungen an, BEVOR irgendetwas gespeichert wird. Fehler (rot) verhindern den Import komplett, Warnungen (gelb) meist nicht.
  5. Sind keine Fehler vorhanden, erscheint der Button Import – erst dieser Klick schreibt die Daten tatsächlich in die Datenbank.

Typische Stolperfallen

  • SKU als Schlüssel: Der Import erkennt bestehende Produkte ausschließlich über die SKU-Spalte – ein Tippfehler erzeugt versehentlich ein Dublikat statt eines Updates.
  • Zeichenkodierung: Die CSV-Datei muss als UTF-8 gespeichert sein, sonst werden Umlaute und Sonderzeichen beim Import verstümmelt.
  • Mehrfachwerte: Felder wie Kategorien oder Mehrfachauswahl-Attribute trennen mehrere Werte innerhalb einer Zelle üblicherweise mit einem Komma, das Feld selbst braucht dann Anführungszeichen.

Wichtig: Ein Import kann nicht per Klick rückgängig gemacht werden – bei größeren Imports unbedingt vorher ein Datenbank-Backup erstellen oder den Import zuerst mit wenigen Testzeilen durchspielen, bevor Sie die volle Datei hochladen.

Pflicht- und Sonderspalten im CSV

Neben der SKU-Spalte erwartet Magento bestimmte weitere Spalten mit fester Bedeutung: attribute_set_code (welches Attributset gilt), product_type (simple, configurable, bundle usw.), categories (Kategoriepfade, Ebenen mit "/" getrennt, mehrere Pfade mit Komma getrennt) sowie product_websites (Zuordnung zu einer oder mehreren Websites). Für Massenimport von Bildern trägt die Spalte additional_images die Dateinamen ein, die im unter Images File Directory angegebenen Ordner liegen müssen.

Store-View-spezifische Übersetzungen per CSV

Übersetzte Feldwerte (Name, Beschreibung, URL Key usw.) lassen sich direkt mitimportieren: Für jede SKU können Sie zusätzliche Zeilen mit derselben SKU, aber gefüllter Spalte store_view_code einfügen – die Werte in dieser Zeile überschreiben dann nur die entsprechende Store View, während eine Zeile mit leerem store_view_code die Default-/Website-Werte setzt.

Import-Historie prüfen

Unter System > Import/Export > Import History finden Sie ein Protokoll aller durchgeführten Importe mit Zeitstempel, ausführendem Benutzer und Ergebnis. Über den Link in der Spalte Execution Time/Status lässt sich das vollständige Import-Log herunterladen, das jede Zeile mit ihrem konkreten Fehler auflistet – deutlich schneller als das erneute Hochladen zur Fehlersuche.

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