Brotli hat sich in den letzten Jahren als bevorzugtes Kompressionsverfahren für HTTP-Antworten etabliert und Gzip in den meisten produktiven Setups abgelöst, weil es bei Textinhalten wie HTML, CSS und
JavaScript spürbar kleinere Dateien erzeugt. Mit Zstandard, kurz Zstd, drängt inzwischen ein zweites modernes Verfahren in den Webbereich vor, das ursprünglich für Dateisysteme und Netzwerkprotokolle entwickelt wurde und dort vor allem durch seine Geschwindigkeit überzeugt. Dieser Artikel vergleicht beide Verfahren nüchtern anhand von Kompressionsrate und Geschwindigkeit, ordnet den aktuellen Browser-Support-Stand für Zstd als Content-Encoding ein und zeigt, wie sich beide Verfahren serverseitig parallel betreiben lassen.